Natur schützen, Bauernfamilien stützen

Natur schützen, Bauernfamilien stützen

Nachhaltige Landnutzung im Wassereinzugsgebiet des Rio Quiscab

Natur schützen, Bauernfamilien stützen: Nachhaltige Landnutzung im Wassereinzugsgebiet des Rio Quiscab



Wassereinzugsgebiet des Rio Quiscab, das sich über die politischen Gemeinden Sololá, Santa Lucía Utatlán, San José Chacayá, Nahualá und Barreneché de Totonicapán erstreckt, Atitlán-Hochland, Departement Sololá, Guatemala

Nachhaltige Wasser- und Landwirtschaft, Schutz natürlicher Lebensgrundlagen, Empowerment

Direkt: 500 Bauernfamilien und 50 Gemeindevertreter*innen
Indirekt: 110'000 weitere Bewohner*innen der Projektgebiets

Asociación Vivamos Mejor Guatemala, Panajachel, Guatemala

Die Projektkosten zulasten Vivamos Mejor betragen CHF 717'342. In den Gesamtkosten nicht enthalten sind Eigenleistungen und Lokalbeiträge.

2021-2023

Projekthintergrund

Die indigene Landbevölkerung des Wassereinzugsgebiets Rio Quiscab im Departement Sololá überlebt mehrheitlich als Selbstversorger von der Subsistenzlandwirtschaft. 70% dieser Bauernfamilien sind arm. Sie übernutzen ihre natürlichen Lebensgrundlagen Wasser, Wald und Böden. Infolge abnehmender Ernteerträge brennen viele Bauern Waldflächen ab, doch die gerodeten Flächen bringen nur wenige Jahre gute Erträge. Ausserdem schwemmen die Bäche durch die Erosion wertvolle Ackerkrume in den Atitlán See, der die grösste Süsswasserreserve Zentralamerikas darstellt und dessen Wasserqualität dadurch beeinträchtigt wird. Zudem kämpfen die Bauern gegen die vom Klimawandel verursachte, zunehmende Trockenheit. Eine geregelte Landnutzung gibt es nicht.

Unser Lösungsansatz

Wir helfen Kleinbauernfamilien dabei, ihre Landnutzung ressourcenverträglicher umzugestalten und trotzdem ihre Erträge zu verbessern. Sie lernen nachhaltige aber effizientere Anbaumethoden sowie Imkerei und Pilzzucht, mit denen sie Einkommen erzielen können und die Wälder schonen. Andererseits sensibilisieren wir breite Bevölkerungsschichten für Ressourcenschutz und unterstützen die Behörden dabei, die Grundlage für eine geordnete Landnutzungsplanung zu schaffen.

Projektziele

Bauernfamilien im Wassereinzugsgebiet des Rio Quiscab sind befähigt, ihre natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen.

  • Die Bevölkerung der begünstigten Gebiete ist für Umwelt- und Ressourcenschutz sensibilisiert und kennt Lösungsstrategien für das Wassereinzugsgebiet des Rio Quiscab.
     

  • Bauernfamilien nutzen ihre natürlichen Ressourcen (landwirtschaftliche Flächen, Wald, Wasser und Weide) nachhaltig.
     

  • Bauernfamilien erzielen durch Imkerei und Pilzzucht neues Einkommen.

Regionaler Ansatz

Das Projekt ist Teil unseres Regionalprogrammes, in dem wir mit Partnern in Guatemala, Honduras und Nicaragua Projekte im selben Themenbereich kontextangepasst umsetzen und die Fachkompetenzen aller Organisationen gegenseitig zugänglich machen. Unser regionaler Koordinator berät die Partnerorganisationen, trägt die gesammelten Erfahrungen zusammen und teilt sie in regionalen Treffen mit uns und unseren Partnern.



Zoila Castillo

So hat mir Vivamos Mejor geholfen

«Früher haben mein Ehemann und ich Bohnen, Reis und Mais angepflanzt. Aber wir haben gemerkt, dass dies nicht ausreicht. Wir widmen uns lieber einem vielfältigen Anbau, weil wir erkannt haben, dass der Ertrag besser ist. Seit ich Teil des Projektes bin, geht es auch mir besser.»

Zoila Castillo nimmt am Projekt «Wasser für die Zukunft» in Honduras teil. Mit einem nachhaltigen Anbau kann sie dazu beitragen, dass ihre Lebensgrundlagen für die Zukunft erhalten bleiben. Das macht ihr Mut.
Mehr Stimmen aus Honduras

Zoila Castillo, La Masica, Honduras




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