Jugendliche in Ausbildung

Projekte in Kolumbien

Kolumbien

0.585

Platz 83 von 189 untersuchten Ländern, wobei Platz 189 als am wenigsten entwickelt gilt. Die Schweiz liegt mit 0.882 auf Platz 2 weltweit. 

*Der Ungleichheitsbereinigte Index der menschlichen Entwicklung (Inequality-adjusted Human Index, IHDI) ist ein bereinigter Index der menschlichen Entwicklung (HDI), der die Ungleichheiten innerhalb der einzelnen Länder berücksichtigt. Der IHDI schliesst Ungleichheit in Bildung, Gesundheit und Einkommen mit ein. 0 ist der tiefstmögliche Wert, 1 der höchste. 

50.8

Platz 150 von 160 untersuchten Ländern. 

*Der Gini-Index gibt den Grad der Ungleichheit der Einkommensverteilung, z.B. in einem Land oder einer Region, nach dem häuslichen Pro-Kopf-Einkommen an. Ein Wert von 0 steht für absolute Gleichheit, ein Wert von 100 für absolute Ungleichheit.

Herausforderungen Kolumbiens

  • Der jahrzehntelange interne Konflikt in Kolumbien hinterlässt eine angeschlagene Gesellschaft. Die Anzahl intern vertriebener Flüchtlinge beträgt über 7 Millionen.

  • Viele Familien hoffen nach ihrer Flucht auf Frieden und wirtschaftlichen Fortschritt in den Randquartieren von Grossstädten. Die meisten werden enttäuscht: Die Bandenkriminalität ist hoch, Jobangebote rar und häusliche Gewalt in den Familien gängig.

  • Die Chancen einer vertriebenen Person, einen angemessenen Lebensunterhalt zu bestreiten, sind sehr gering. Die Arbeitslosigkeit bei intern vertriebenen jungen Erwachsenen beträgt 58%. Zum Vergleich: Der nationale Durchschnitt liegt bei 10.3%.

  • Die angespannte Lage wird durch den hohen Zustrom an venezolanischen Flüchtlingen verstärkt. Bis Juli 2020 sind 1,8 Millionen Venezolaner*innen nach Kolumbien geflüchtet.

  • Kolumbien ist von der COVID-19 Pandemie hart getroffen. Aktuelle Prognosen rechnen für das Land mit einem Rückgang des BIPs um 5%, was die Pandemie zur grössten wirtschaftlichen Krise der letzten Jahrzehnte macht: 5.4 Millionen Kolumbianer*innen verloren ihre Arbeit.

  • Die gesetzlich festgelegte staatliche Vorschulerziehung für Kinder aus armen Verhältnissen ist qualitativ ungenügend. Die daraus resultierenden Entwicklungsdefizite zementieren die Chancenungleichheit zwischen arm und reich und erschweren marginalisierten Kindern den Ausstieg aus der Armutsspirale.


Einblick in die Projektarbeit

Vivamos Mejor baut auf kontinuierliche Bildung und hat dazu die Programme «Brücken in die Schule» und «Brücken ins Berufsleben» ins Leben gerufen. Die folgenden Videos aus Kolumbien zeigen beispielhaft, wie die Projekte von Vivamos Mejor aufgestellt sind und wieso sie nachhaltig wirken.


Unsere aktuellen Projekte in Kolumbien

Mit dem Projekt «Gehalt statt Gewalt» starten wir 2020 erstmals auch ein Projekt in Medellín, der zweitgrössten Stadt Kolumbiens. So multiplizieren wir unseren Berufsbildungsansatz und verhelfen noch mehr jungen Erwachsenen zu einem formellen Job mit sicherem Einkommen.