Mit Wetterdaten zur Klimaresilienz

Mit Wetterdaten zur Klimaresilienz

Kleinbauernfamilien in Zentralamerika passen sich Klimaveränderungen an

Mit Wetterdaten zur Klimaresilienz: Kleinbauernfamilien in Zentralamerika passen sich Klimaveränderungen an



Guatemala (Departemente Chiquimula, Zacapa); Honduras (Departemente Valle, Choluteca, Ocotepeque); Nicaragua (Departemente Jinotega, Matagalpa und Chinandega)

Klimawandel, Klimamonitoring, Adaptation, regionaler Wissensaustausch

Direkt: 52 Kleinbauerngemeinschaften (insgesamt 1400 Personen), 13 lokale NGO-Mitarbeitende, 12 Leadorganisationen des regionalen Klimanetzwerks; 

Indirekt: 50 Mitgliedsorganisationen des Klimanetzwerks, 1000 weitere Personen aus Projektgemeinden

Asociación Centroamericana Centro Humboldt (ACCH), Guatemala

Die Projektkosten betragen CHF 131'159. In den Projektkosten nicht enthalten sind Eigenleistungen und Lokalbeiträge.

Juli 2023 bis Dezember 2024

Projekthintergrund

Im zentralamerikanischen Trockenkorridor leben viele Kleinbauernfamilien in Armut. Die Klimakrise verschärft ihre Situation zusätzlich. Starke saisonale Niederschlags- und Temperaturschwankungen und extreme Wetterereignisse beeinträchtigen ihre landwirtschaftliche Produktion. Da sich viele Familien selbstversorgen und über kein zusätzliches Einkommen verfügen, führen geringe oder ausfallende Ernten schnell zu Ernährungsunsicherheit. 40–50% der Bevölkerung sind davon betroffen. Um ihre Produktion an klimatische Veränderungen anpassen zu können, fehlt es den Kleinproduzent*innen an verlässlichen lokalen Wetterprognosen.

Unser Lösungsansatz

Unser lokales Fachteam schult Kleinbauernfamilien in Zentralamerika darin, täglich Niederschlag und Temperatur an Wetterstationen zu erheben. Es wertet die Daten aus und spiegelt sie als Wetteranalysen und -prognosen sowie Produktionsempfehlungen zurück an die Kleinbauernfamilien. Diese können besser planen und Resilienz gegenüber Klimaveränderungen entwickeln. Das Projektteam vernetzt Organisationen aus Guatemala, Nicaragua, Honduras und El Salvador, um Wetterdaten gemeinsam zu nutzen, regionale Klimaanalysen zu erstellen und grenzüberschreitend zu agieren.

Projektziele

  • 48 Bauernfamilien in Nicaragua und in Guatemala sind geschult in der Wetterbeobachtung und teilen Wetterdaten, Klimaanalysen sowie Produktionsempfehlungen mit weiteren 280 Kleinbauernfamilien in ihren Gemeinden.
  • Zwei honduranische Organisationen verfügen über vertiefte Kenntnisse in gemeinschaftsbasiertem Klimamonitoring und führen dieses in mindestens 4 Projektgemeinden ein. 50 Kleinbauernfamilien erhalten dadurch Zugang zu verlässlichen lokalen Wetterdaten.
  • Das Klimamonitoring-Netzwerk Zentralamerikas ist gestärkt, seine Mitgliedsorganisationen beteiligen sich aktiv an der Auswertung von regionalen Wetterdaten und spiegeln ihre Klimaanalysen zurück an die Bauernfamilien.

Regionaler Ansatz

Das Projekt ist Teil unseres Regionalprogramms Zentralamerika, in welchem wir mit Partnern in Honduras, Guatemala und Nicaragua Projekte im selben Themenbereich kontextgerecht umsetzen. Wir tragen die Erfahrungen vor Ort zusammen und teilen diese mit unseren Partnern und angewandten Forschungsinstituten in regionalen Treffen. Durch die geteilten Erfahrungen lernen wir voneinander, um unsere Projekte vor Ort stetig zu verbessern. Zudem bauen wir gemeinsam mit allen Partnern und mit fachlicher Unterstützung des CATIE (Forschungsinstitut Centro Agronómico Tropical de Investigación y Enseñanza) ein Klima-Monitoring auf, das lokale Auswirkungen des Klimawandels auf Landwirtschaft, Ökosysteme und Biodiversität in den verschiedenen Projektregionen dokumentiert.




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