Einkommen dank Berufsbildung

Einkommen dank Berufsbildung

Junge Erwachsene finden den Weg in den Arbeitsmarkt

Einkommen dank Berufsbildung: Junge Erwachsene finden den Weg in den Arbeitsmarkt



Kolumbien, Bogotá, Stadtviertel Bosa Occidental und Bosa Central

Berufsbildung, Arbeitsmarktintegration, Vergangenheitsbewältigung, Gemeinschaftsorganisation, gewaltfreie Konfliktlösung

Direkt: 310 junge Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren und 28 junge Erwachsene aus dem Vorgängerprojekt.
Indirekt: 720 Familienangehörige.

Fundación Apoyar, Bogotá

Die Projektkosten betragen CHF 529'004. Ergänzend dazu kommen Eigenleistungen und Beiträge von lokalen Institutionen.

2020-2022

Projekthintergrund

Viele junge Erwachsene in den Problemvierteln von Bogotá sind vor dem Bürgerkrieg aus ländlichen Gebieten geflüchtet und versuchen, sich in der Stadt eine neue Existenz aufzubauen. Es fehlen ihnen jedoch eine Berufsausbildung, ein Netzwerk und das angemessene Verhalten in Bewerbungssituationen. Die Folge davon: Die Arbeitslosenquote von jungen Flüchtlingen liegt in Kolumbien bei 58%. Frustriert werden manche empfänglich für die Versprechen krimineller Banden, andere schlagen sich als schlecht bezahlte Tagelöhner*innen durch.

Unser Lösungsansatz

Wir bieten den jungen Erwachsenen eine berufliche Grundausbildung in gefragten Berufen an und vermitteln sie in formelle Arbeitsstellen mit garantiertem Mindestlohn und Sozialleistungen. Damit sie erfolgreich im Arbeitsmarkt Fuss fassen, arbeiten erfahrene Sozialarbeitende mit ihnen an ihren Sozialkompetenzen und Bewerbungstechniken. Wir unterstützen die jungen Erwachsenen zudem psychologisch bei der Aufarbeitung von erlebten Gewalterfahrungen und bei der Erstellung eines realistischen Lebensentwurfs. Um vorzeitige Jobabbrüche zu minimieren, begleiten wir sie während den ersten 6 Monaten nach Stellenantritt weiter.

Projektziele

Wirkungsziel: 310 intern vertriebene und marginalisierte junge Erwachsene aus Bosa bestreiten ihren Lebensunterhalt mit einer formellen Erwerbstätigkeit und leisten einen aktiven Beitrag zu einer Kultur des Friedens.

  • 310 junge Erwachsene sind beruflich qualifiziert, wovon mind. 70% in einer formellen Arbeitsstelle den gesetzlichen Mindestlohn verdienen und sozialversichert sind.

  • 310 junge Erwachsene setzen sich mit ihren Gewalterfahrungen auseinander und lernen mit emotionalen Verletzungen umzugehen.

  • 77% (240) der 310 jungen Erwachsenen kennen ihre Bürgerrechte und -pflichten und tragen als Friedensakteure zu einem gewaltfreien Zusammenleben bei.

Laufende Wirkungsstudie

2018 starteten wir in Zusammenarbeit mit der Universität Lausanne und der kolumbianischen Universidad de los Andes eine robuste randomisierte Studie, welche die mittelfristige Wirkung unserer Intervention auf das Leben der jungen Erwachsenen misst. Mit dem Studiendesign gewann Vivamos Mejor 2020 zum zweiten Mal als erstes Schweizer Hilfswerk den Impact Award der DEZA und ETH/NADEL. Hier erfahren Sie mehr zu unserer Wirkungsmessung.


Juan Amado, Kindergärtner

So hat mir Vivamos Mejor geholfen

«Ich konnte während meiner Ausbildung die Grundlagen der motorischen und kognitiven Entwicklung von Kindern durch spielerische Aktivitäten und Gruppeninteraktionen erlernen, was mir sehr hilft bei meinem Job als Kindergärtner.»

Juans Familie wurde in ihrem Heimatort Caparrapí von paramilitärischen Einheiten von ihrem Grundstück vertrieben und musste nach Bogotá ziehen. Dort konnte Juan dank Vivamos Mejor eine Ausbildung abschliessen und eine Arbeitsstelle finden.

Juan Amado, Kindergärtner und Absolvent des Projektes «Fit for the job»




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