Wasser für die Zukunft, Honduras

Wasser für die Zukunft

Wasser für die Zukunft



Honduras, Departement Atlántida, Gemeinden La Masica, San Francisco und El Porvenir. Südlicher Teil des Wasseinzugsgebiet des Cuero-Flusses, zwischen dem Nationalpark Pico Bonito und dem Naturpark Texiguat

Schutz natürlicher Überlebensgrundlagen, Gemeinschaftsorganisation, nachhaltige Land- und Wasserwirtschaft

Direkt: 1'200 Personen

Indirekt: 48'000 Personen

Fundacion Parque Nacional Pico Bonito

Das Projektkosten zulasten Vivamos Mejor betragen CHF 745'229. In den Gesamtkosten nicht enthalten sind Eigenleistungen und Lokalbeiträge.

2018-2021

Projekthintergrund

Die Kleinbauernfamilien in den Nebelwäldern im Norden von Honduras leben mehrheitlich als Selbstversorger. Die Wälder wirken ausgleichend auf den Wasserhaushalt, die Waldböden speichern das Regenwasser und geben es nach und nach ins Grundwasser ab. So entsteht ein feuchtes Mikroklima für eine ertragreiche Landwirtschaft. Doch aufgrund von Rodungen, veralteten Anbaumethoden und Übernutzung ergeben die Böden zwar schnell aber zu geringe Ernteerträge. Dies führt zu erneuten Rodungen, welche die überlebenswichtigen Wälder weiter schwinden lassen. So entsteht ein Teufelskreis.

Auch der Klimawandel trägt zur prekären Situation im Projektgebiet bei. Durch seine geographische Lage ist Honduras weltweit am meisten von klimabedingten Schadensereignissen betroffen. Zudem fehlt die Raumplanung in den ländlichen Gemeinden gänzlich und den Behörden mangelt es an Know-How und Ressourcen, um Schutzmassnahmen zu ergreifen.

Unser Lösungsansatz

Mit unserem Projekt durchbrechen wir diesen Teufelskreis. Wir sensibilisieren 1’200 Kleinbauern für Waldschutz und bilden sie in nachhaltiger Landwirtschaft aus. Sie lernen dank nachhaltigen aber effizienten Anbaumethoden, ihre Produktion zu steigern und erfahren, welche zentrale Funktionen ihre Wälder erfüllen. Wir sensibilisieren auch die lokalen Entscheidungsträger und erarbeiten mit ihnen Landnutzungs- und Wasserwirtschaftspläne.

Projektziele

  • 1’200 Kleinbauern sind befähigt, die Ressource Wasser schonend zu nutzen und ihre Ernährung zu sichern.

  • Die Gemeinden La Masica, San Francisco und El Porvenir haben regelmässig überwachte Klimamonitoring-Systeme installiert und eine systematische Datenbasis ist erstellt.

  • Die Landnutzung und Wasserwirtschaft in drei Gemeinden ist nachhaltig auf die Erhaltung, Sanierung und den Schutz natürlicher Ressourcen ausgerichtet.

Regionaler Ansatz

Das Projekt ist Teil unseres Regionalprogrammes, in dem wir mit Partnern in Guatemala, Honduras und Nicaragua Projekte im selben Themenbereich kontextangepasst umsetzen und die Fachkompetenzen aller Organisationen gegenseitig zugänglich machen. Unser regionaler Koordinator berät die Partnerorganisationen, trägt die gesammelten Erfahrungen zusammen und teilt sie in regionalen Treffen mit uns und unseren Partnern.

 





Zoila Castillo

So hat mir Vivamos Mejor geholfen

«Früher haben mein Ehemann und ich Bohnen, Reis und Mais angepflanzt. Aber wir haben gemerkt, dass dies nicht ausreicht. Wir widmen uns lieber einem vielfältigen Anbau, weil wir erkannt haben, dass der Ertrag besser ist. Seit ich Teil des Projektes bin, geht es auch mir besser.»

Zoila Castillo nimmt am Projekt «Wasser für die Zukunft» in Honduras teil. Mit einem nachhaltigen Anbau kann sie dazu beitragen, dass ihre Lebensgrundlagen für die Zukunft erhalten bleiben. Das macht ihr Mut.
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Zoila Castillo, La Masica, Honduras